Liebe Kolleginnen und Kollegen,

anbei finden Sie einige Sicherheitshinweise der Stabstelle für Arbeits- und Strahlenschutz bezogen auf die aktuelle Wetterlage.

viele Grüße
Nico Kremers

--
Nico Kremers
Auszubildender Kaufmann für Büromanagement
IT Center
Abteilung: Administration & Organisation (A&O)
RWTH Aachen University
Seffenter Weg 23
52074 Aachen (Germany)
Tel.: +49 241 80- 20357
Fax: +49 241 80-629100
kremers@itc.rwth-aachen.de
www.itc.rwth-aachen.de




Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Grund der aktuellen Wetterlage möchte ich aus Sicht der Stabsstelle Arbeits- und Strahlenschutz auf Folgendes hinweisen:

Bei den hohen Außentemperaturen und aufgrund von Sonneneinstrahlung steigen auch die Raumtemperaturen weiter an. Nach der Technischen Regel für Arbeitsstätten (ASR) A3.5 "Raumtemperatur" sind ab Erreichung von bestimmten Außen-, als auch Raumtemperaturen geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Ab einer Außenlufttemperatur von 26°C und einer Raumtemperatur von 26°C sollen zusätzliche Maßnahmen, ab 30°C Raumtemperatur müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Werden 35°C im Raum überschritten, ist der Raum für die Zeit der Überschreitung als Arbeitsraum ungeeignet; es sei denn, spezielle Maßnahmen für Hitzearbeit werden ergriffen (z. B. Luftduschen, Entwärmungsphasen, Hitzeschutzkleidung). Die Arbeiten sind dann an anderen Örtlichkeiten zu verrichten.

Bitte beachten Sie, dass in Einzelfällen bereits das Arbeiten über 26°C zu einer Gesundheitsgefährdung führen kann, wenn z.B.:

· Schwere körperliche Arbeit zu verrichten ist

· Besondere Arbeits- oder Schutzbekleidung getragen werden muss, die die Wärmeabgabe stark behindert oder

· Bei erhöhter Lufttemperatur gesundheitlich Vorbelastete und besonders schutzbedürftige Beschäftigte (z. B. Jugendliche, Ältere, Schwangere, stillende Mütter) im Raum tätig sind.

Bei Überschreitung von 30°C im Raum müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden, welche die Beanspruchung der Beschäftigten reduzieren. Die Auswahl geeigneter Maßnahmen obliegt dabei den Institutsleitungen oder den hierfür Beauftragten.

Nachfolgend finden Sie beispielhafte Maßnahmen aufgeführt, die hierfür in Betracht gezogen werden können:

· Effektive Steuerung des Sonnenschutzes (z. B. Jalousien auch nach der Arbeitszeit geschlossen halten bzw. auf der Sonnenseite früh am Morgen bereits die Jalousien oder Vorhänge zuziehen)

· Reduzierung der inneren thermischen Lasten (z. B. Geräte ausschalten, die nicht benötigt werden, elektrische Geräte nur bei Bedarf betreiben, Verzicht auf Lampen da diese zusätzliche Wärme abgeben)

· Besondere Lüftungsmaßnahmen, wie Lüftung in den frühen Morgenstunden

· Angepasste Arbeitszeitregelungen: Arbeitszeitverlagerung in die frühen Morgenstunden oder späte Abendstunden, Verlängerung der Mittagspause ("Siesta")

· Lockerung von ggf. vorhandenen Bekleidungsregelungen (gilt aber nicht für Schutzkleidung)

· Bereitstellung von Getränken, wobei zunächst zu prüfen ist, ob das (im Gebäude) zur Verfügung stehende Trinkwasser geeignet ist. Steht dies im Gebäude oder im Außenbereich nicht zur Verfügung, sollte die Beschaffung von günstigem Mineralwasser in Erwägung gezogen werden.
Sollte die Notwendigkeit der Beschaffung von Mineralwasser bestehen, ist dies von der Institutsleitung bzw. der/dem hierfür Beauftragten geeignet festzustellen und zu dokumentieren. Dies beinhaltet auch eine Dokumentation über die "bewirteten" Personen. Die Abrechnung erfolgt über ein institutseigenes PSP-Element, auch die Erstattung aus PA 94 ist in diesem Fall möglich.

Zur Abrechnung beachten Sie bitte folgende Hinweise:

- Erstattungen können über eine kreditorische Rechnung - bar oder unbar - erfolgen. Anlagen (Quittungen) und kreditorische Rechnung müssen jeweils "sachlich richtig" gekennzeichnet werden. Bitte unbedingt das Stichwort "ASR A3.5" vermerken.

- Für die notwendige Transparenz ist die Anzahl der verpflegten Beschäftigten sowie das zugehörige Datum mit aufzuführen.

- Die Erstattung von Pfand ist ausgeschlossen.

Bitte beachten Sie noch weitere Tipps und Hinweise:

· Reichlich (Trink- und Mineral-) Wasser (nur wenig oder ohne Kohlensäure), Früchte- oder Kräutertees, verdünnte Fruchtsäfte (Schorle) trinken. Sie ersetzen neben dem Wasser auch die durch das Schwitzen verloren gegangenen Elektrolyte und Mineralstoffe. Sehr kalte Getränke (Eiswürfel) sollten vermieden oder nur in geringen Mengen und in kleinen Schlucken zu sich genommen werden, da sie den Körper veranlassen mehr Wärme zu produzieren. Milch ist ebenfalls nicht als Durstlöscher geeignet, da der hohe energetische Gehalt den Organismus eher belastet als die Flüssigkeitsbilanz auszugleichen. Werden Kaffee oder koffeinhaltige Getränke in den gewohnten Mengen zu sich genommen, wirken sie nicht dehydrierend, sollten aber dennoch nur in Maßen genossen werden. Von Energydrinks als Durstlöscher ist abzuraten. Ebenso zählen Trendgetränke, wie sogenannte "Smoothies" (Säfte aus püriertem Obst) eher als kleine Mahlzeit. (Hinweise der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

· Fette Mahlzeiten vermeiden, stattdessen lieber Obst und Gemüse essen

· Regelmäßig Schläfen und Handgelenke durch kaltes Wasser kühlen, auch ein feucht-kühler Lappen im Nacken schafft Linderung

· Leichte Kleidung aus Baumwolle, Leinen oder Seide tragen

· Vorsichtig mit Ventilatoren und Durchzug umgehen, Empfindliche holen sich schnell Nackenverspannungen und Bindehautentzündungen

· Körperliche Anstrengungen und denkintensive Tätigkeiten auf die Morgenstunden verlagern, mehr Pausen einplanen

Für Nachfragen stehen die Fachkräfte für Arbeitssicherheit der Stabsstelle Arbeits- und Strahlenschutz<http://www.campus.rwth-aachen.de/rwth/all/unit.asp?gguid=0x9926FEB5713CCF4499DF4732DF81A335&tguid=0xEBB2D1C29613C04FBF47F82813B5A4E9> zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Heike Wolf

--
Dr. Heike Wolf
Leiterin der Stabsstelle
ltd. Sicherheitsingenieurin

Stabsstelle Arbeits- und Strahlenschutz
RWTH Aachen University
Kackertstr. 9
52072 Aachen
Tel: +49 241 80-94291
Fax: +49 241 80-92110
Heike.Wolf@zhv.rwth-aachen.de<mailto:Heike.Wolf@zhv.rwth-aachen.de>
www.rwth-aachen.de/arbeitssicherheit<http://www.rwth-aachen.de/arbeitssicherheit>

________________________________